Sekundärrohstoff

Wie neulich schon erwähnt, nähe ich für meinen Mann eine Tasche. Eine, die er irgendwie aufs Fahrrad drömmeln und zur Arbeit mitnehmen kann. Es gibt (das ist erstaunlich für ihn) relativ wenig Bedingungen, es muss kein Notebook reinpassen und er braucht auch keine 35 Extrataschen. Das hat mich erweicht, obwohl ich eigentlich nicht besonders gerne „auf Bestellung“ nähe.
Aber was das Projekt interessant macht ist das Material. Er hat neulich seinen alten BGS-Parka ausgemustert. Und da kam mir die Idee, daraus die gewünschte Tasche zu machen. Es ist gar nicht so einfach, eine männertaugliche Tasche zu entwerfen, und statt dem üblichen Schwarz und Langweilig erscheint mir das hier die bessere Idee.

Tasche
Das hier ist die Tasche die er bisher immer rumgeschleppt hat. Sie zerfällt langsam und soll ersetzt werden. Den Träger und ein paar Bänder werde ich übernehmen. Allerdings ist das wirklich heavy duty verarbeitet, so dass ich bei Abtrennen ziemlich grob vorgehen musste und mir deswegen auch direkt den Nahttrenner mit Karacho in den Finger gerammt habe. Zwei Mal.

Norwegeeeeeen!
Und hier sehen wir sowohl den Auftraggeber als auch seinen Parka. Ich versuche ein paar der Jackendetails ebenfalls an der Tasche weiterleben zu lassen, wie zB das sogenannte Schulterbüro (eine Stiftehalterung am Ärmel).

Nach einigem Abmessen und berherztem Zuschneiden haben wir also jetzt folgende Ausgangssituation: Einen Reißverschluss, ein paar eckige Metallringe, einen Haufen Schnittteile sowie ein paar Details extra die noch irgendwie untergebracht werden können.

Teile

Achja, und zwei Pflaster :D

Pflaster

4 Gedanken zu „Sekundärrohstoff

  1. Tjaha, er hat gut lachen, du zerstichst dir ja die Finger für ihn. Aber das Projekt klingt spannend, da schau ich dir mal über die Schulter. Ich hab irgendwo noch einen alten Postsack, der auch mal eine Tasche werden will.

  2. Die Materialien finde ich auch spannend, das würde mich auch reizen. Unschön natürlich dass du dich gleich so verletzt hast :/ hoffentlich behindert es dich nicht zu sehr!

  3. Jep, etwas Schwund ist immer an den Fingern. Das Material sieht ganz schön widerspenstig aus. Also entweder nach Jeans- oder Ledernadel, damit’s in der Maschine nicht klemmt. Bei solchen Stoffen bin ich immer nur dankbar, dass ich Brillenträger bin.

    Wenn mal ein gutes Grundmuster und Tips für Taschen benötigt wird, kann ich die „Bag Making Bible“ von Lisa Lam empfehlen. Da ist alles drin vom Verschluss bis Innentaschen verschiedenster Art. Reichlich bebildert und gut erklärt.

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