Demnächst im Kino

Bei Makery läuft aktuell wieder die Refashioners-Serie, eine Nähaktion bei der es darum geht aus alter Kleidung neue zu machen. Verschiedene Blogger machen mit und es gibt auch einen Wettbewerb der offen für alle ist. Aktuelles Thema sind Jeanshosen, im letzten Jahr waren es Hemden. Neulich habe ich mich noch mal durch die Galerie mit den Ergebnissen von 2015 durchgeklickt und natürlich blieb das nicht ohne Folgen… *dam dam da daaaa*

Rückkehr der Hemdmutanten!!

Sie sind zurück!
 
Ein Hemd von meinem Göttergatten lag hier sowieso noch auf dem Stapel (der gefürchtete Stapel mit den Reparaturarbeiten und ähnlichen Schrecknissen), also habe ich direkt losgelegt. Das Problem mit diesem Hemd ist, dass der Stoff sehr leicht ist und gleichzeitig etwas steif. Für ein Herrenhemd ist das sinnvoll, macht aber die Zweckentfremdung etwas schwieriger. Alle Projekte die einen weichen Stoff benötigen der einigermaßen gut fällt, scheiden schon mal aus. Das kann man diesem hier nämlich nicht nachsagen, dass er gut fällt. Aber wenn ich eins im Laufe meiner Nähkarriere gelernt habe, dann dass man nie gegen sondern immer mit dem Stoff arbeiten sollte. Also zwinge ich diesen nicht dazu etwas weiches zu werden, sondern lasse ihm seine Stabilität.

Hemd

Genäht habe ich einen schmalen Rock. Zuerst hatte ich allerlei Pläne für kuriose Details und Schnittraffinessen, habe mich aber dann eines besseren besonnen. Manchmal ist weniger mehr. Als habe ich das Hemd nur unterhalb der Armausschnitte durchgeschnitten, mit Abnähern ein wenig Form reingebracht und neue Seitennähte gemacht. Aus den Ärmeln habe ich Material für die Hüftpassentaschen und den Bund gewonnen (der Rock sitzt annähernd in Taillenhöhe, was einen Formbund unnötig macht). Den Saum habe ich einfach vom Hemd übernommen.

Rock

Ganz schmucklos ist der Rock trotzdem nicht. Den Bund habe ich mit einer dünnen Vlieseinlage gefüttert und abgesteppt. Das schwarz-auf-schwarze Texturdetail gefällt mir sehr gut. Innen habe ich die Nahtzugabe vom Bund mit farbigem Schrägband eingefasst.

Bund

Der Schnitt basiert auf einem selbst erstellten Grundschnitt für schmale Röcke und sitzt echt gut. Einzige Kritikpunkte: Die Abnäherspitzen hätte ich etwas flacher auslaufen lassen können, der dicht gewebte Stoff verzeiht hier wirklich gar nichts. Und die Tascheneingriffe sind ein wenig klein, was aber vor allem daran liegt, dass relativ wenig Material übrig war. Beides aber keine großen Sachen. Ich mag den Rock!

Rock Rock

4 Gedanken zu „Demnächst im Kino

  1. Ich bin jedesmal wieder fasziniert ob Deiner so ausgeklügelten Liebe zum Detail.

    Der abgesteppte Bund.
    Das gelbe Schrägband.

    Absolut genial. so wird auch aus einem eher schlichten Rock, ein kleines Meisterwerk.

    Echt super.

  2. Der Rock sieht toll aus. Ihm ist anzusehen, dass er viel lieber Rock als Hemd ist.
    Hast Du eigentlich Knopflöcher nachträglich hinzugefügt, oder sind die alle vom original übernommen?

    Echt schick!

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