Die ReaListe und das Skizzenbuch

Mein Hauptrechner hat Probleme, ich bin zur Zeit nur über mein Netbook oder den Rechner meines Freundes online und mir fehlen ein paar Daten (Mails) und Programme (Fotobearbeitung). Deswegen stockt es etwas. Aber hier habe ich trotzdem einen neuen Artikel, den hatte ich schon mal vorbereitet:

Im Forum habe ich neulich was über Todo-Listen gelesen. Und mir so meine Gedanken dazu gemacht…

Früher hatte ich die klassische endlose Liste auf der alles stand was ich toll fand, unabhängig von Umsetzbarkeit oder Tragbarkeit. Das meiste wurde nie realisiert. Die Liste war ein Mahnmal eher als ein Arbeitsplan. Ein Wunschzettel. Nie im Leben hätte ich alles darauf erfüllen können, und dessen war ich mir durchaus bewusst.

Inzwischen ist sie eher sowas wie eine Gedankenstütze für alles was konkret geplant ist. Ich achte streng darauf, sie nicht ausufern zu lassen und überprüfe regelmäßig jeden Punkt auf „Willst du das wirklich noch machen? Brauchst du das?“. Das klingt ziemlich rational und organisiert, und genau das ist es auch. Eine endlose Liste voller schillernder Träume behindert mich eher weil sie wie eine Ansammlung von Versagnissen ist („Das hast du noch nicht gemacht und das liegt schon ewig rum und hier kommst du wohl auch nie zu…“) und mich blockiert.
Natürlich kommt auch mal ein Projekt dazwischen das nicht draufstand und trotzdem spontan umgesetzt wird. Und es gibt noch eine ganze Horde an Ideen die nicht dabei sind weil sie eben nur Ideen und keine Projekte sind. Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch träume und ins Blaue plane, aber dafür habe ich ein Skizzenbuch.

Liste

Meine aktuelle Liste ist ein Karoblatt das lose im Skizzenbuch liegt. Früher habe ich die Liste einfach ins Buch geschrieben, aber weil mich das „Zurückblättern“ genervt hat und sie ja auch immer wieder aktualisiert wird bin ich jetzt auf ein extra Blatt ausgewichen. Darauf steht relativ knapp was geplant ist, keine ausführliche Beschreibung („Burda Jodhpurs“ oder „Longshirt braun“… ich weiß dann schon ;)). Und alle paar Monate (je nach Änderungen) wird sie komplett neu geschrieben damit sie wieder ordentlich ist und die abgearbeiteten Sachen raus sind. Die werden übrigens immer besonders dick mit farbigem Buntstift durchgestrichen, damit man den Erfolg sieht. :D

Von den Sachen die es nach dem Ideen-Findungs-und-Prüf-Prozess dann auf die Liste geschafft haben setze ich etwa 50% um. Manches bleibt dann einfach stehen und wartet, anderes fliegt wieder runter weil sich die Großwetterlage geändert hat. Im Moment sind 18 Punkte drauf, darunter 5 aufwändige und der Rest hauptsächlich eher simple Sachen.
Wenn die Liste weg wäre würde ich vermutlich nicht alles aus dem Kopf wieder aufschreiben können. Aber auch das wäre ein guter Filter für die Projekte die einem wirklich am Herzen liegen.

Das Skizzenbuch dagegen ist das Herzstück meiner kreativen Planungsabteilung. Wenn das weg wäre käme es schon einer kleinen Katastrophe gleich. Da rein schreibe und zeichne ich alles was mich sonst nachts wachliegen ließe. Ohne Beschränkungen, ohne realistische Ansprüche, deswegen ist es für mich ein ziemlich persönliches Stück was ich ungerne anderen zeige. Aber weil es ja auch interessant ist (glaube ich zumindest :D) habe ich mal ein paar Seiten ausgesucht.

Brainstorming … mehr oder weniger konkrete Ideen …
Skizzenbuch Skizzenbuch

… weitere Listen (ja, ich habe Spaß an Überschriften ;)) …
Skizzenbuch

… Zeichenübungen (links für das Outfit-Doku-Ding, bevor ich das Buch dafür hatte) …
Skizzenbuch Skizzenbuch

… technisch mathematisches …
Skizzenbuch

… und auch mal ein UML-Diagramm. :D
Skizzenbuch

5 Gedanken zu „Die ReaListe und das Skizzenbuch

  1. Sag mal, welches Format benutzt du? Ich habe nach wie vor kein schönes Skizzenbuch gefunden und über die Größe bin ich mir auch nicht im klarem…
    Es ist übrigens sehr interessant einen Einblick in dein Skizzenbuch zu bekommen.

    1. @Arc: Ich bin nach einiger Suche bei A4 gelandet. Das passt am besten mit der „natürlichen Größe“ meiner Zeichnungen zusammen :)
      Bei idee gibt es da ganz gute Bücher, wenn man Glück hat auch mal reduziert. Ganz schlichte mit schwarzem Einband. Die verwende ich im Moment. Für Buntstifte finde ich das Papier sehr gut.

  2. Ich muss gestehen, ich wühle liebend gerne in fremder Leute Skizzenbücher rum. Natürlich mit vorher fragen. Und mir geht es oft auch weniger um das, was gezeichnet wurde, als um das wie. An Originalen kann man sich so schön die Nase platt drücken und ein dauerhaftes Schielen riskieren, um auch den kleinsten Strich und die letzte Falte zu erkennen. Am Bildschirm hilft es ja irgendwann nicht mehr, näher ran zu zoomen, irgendwann kommen nurnoch Pixel. Vielleicht meine ich immer noch, dass ich dadurch meinen eigenen zeichnen-Skill schneller verbessern könnte als einfach mal durch zeichnen. -.-

  3. BBooahh Du kannst immer so gut zeichnen..trotz eines Figurinnen Kurses sieht mein Skizzenbuch eher wie ein KInder Malbuch aus.
    Ich hab bis lang immer auf einzelnen Blättern gezeichnet und die dann in einen Ordner eingehaftet.Ansonsten habe ich noch ein Buch in die ich die Bilder von Ideen klebe.
    Aber auch ich habe jetzt ein schwarzes DIN A4 Buch günstig bekommen :-)
    Eine To Do Liste habe ich schon lange nicht mehr.Sie war irgendwann zu lang .Ich nähe meistens spontan auf was ich Lust habe oder was ich gesehen habe

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