Das war das Jahr

So, jetzt habe ich genug alte Sachen gezeigt, jetzt ist es endlich Zeit für den 2016er Jahresrückblick. Zahlen und Fakten zuerst: 35 Blogbeiträge gab es (die verspätet nachgereichten nicht mitgezählt), davon 18 über Nähsachen, 15 über Fotos und 2 mit DIY.

Jahresrückblick 2016

37 Dinge habe ich genäht, davon 20 im Internet gezeigt (hier und auf Instagram). Im einzelnen:

6 Hosen/Shorts/Leggings
7 Oberteile
4 Kleider
3 Röcke
6 Taschen/Beutel/Täschchen
1 Jacke/Cardigan
10 Sonstiges
=====
37

Von den 37 Sachen habe ich 7 verschenkt. 3 sind remodellierte Kleidungsstücke. 15 beinhalten Stoffe, die ich extra (in 2016) gekauft habe. Oder anders ausgedrückt: 22 Projekte bestehen komplett aus Material aus dem Vorrat.

2016
Die Übersicht diesmal zur Abwechslung mit Zeichnungen, aber wie immer anklickbar. Erkennt ihr einzelne Kleidungsstücke?

Die Klassiker
Patchwork war wieder dabei, vier Miniquilts (das Penrose-Muster ist inzwischen fertig, dann noch das und das hier, sowie eins ohne Bild) und zwei Sets mit Kissenbezügen (beide ungebloggt). Zwei Hemdmutanten gab es, nämlich diesen Rock und dieses Oberteil. Außerdem noch ein weiteres Remodellierungs-Projekt (Kissenbezug aus T-Shirt). 5 Projekte basierten auf meinen selbsterstellten Schnittmustern (Basisrock mit Abnähern, 2x Minirock mit Kängurutasche, Hosenrock, sowie ein ungebloggtes Oberteil).

Lieblinge Lieblinge

Miss- und Erfolge
Drei ungebloggte Klamottendinge verbuche ich als „hat nicht geklappt“. Meist war dabei das Material eine Fehlentscheidung. Auch die Skinnyhose habe ich inzwischen aussortiert. Technisch ist an ihr nichts verkehrt, sie ist einwandfrei tragbar. Aber sie fühlt sich einfach nicht so an wie ich mir das wünsche. Der Stoff ist zu dünn und zu wenig elastisch um wirklich „skinny“ zu sein, denke ich. Auch wenn es manchmal ärgerlich ist, viel Arbeit in ein Teil gesteckt zu haben das dann nicht überzeugt, habe ich aus jedem irgendwas gelernt. Und das ist auch was wert.
Die meisten Sachen haben tatsächlich das Prädikat „gelungen“ bekommen. Und so richtige Lieblingsteile sind natürlich auch dabei. Zum Beispiel liebe ich die Pluderhose sehr. Und den Cardigan, der sowohl mit als auch ohne Parka (übrigens ein Lieblingsteil in der Auflistung vom letzten Jahr) gern getragen wird. Und auch die Taschen (George, Schiffe, Beutel) sind im regelmäßigen Einsatz. Von George habe ich inzwischen die Pailletten abgetrennt, weil sie anfingen sich abzulösen. Aber auch ohne ist das immer noch eine super Tasche.

Die Stoffbilanz
Nachdem es in den vergangenen Jahren so gut geklappt hat, muss ich dieses Mal kapitulieren. Ich habe etwa 16m mehr Material im Vorrat als bisher. Tut ein bisschen weh, das zu schreiben, ist aber vielleicht eine logische Folge des deutlichen Abbaus (über 40m seit 2012). Trotzdem kein Drama, denn was ich gekauft habe sind hauptsächlich sinnvolle Sachen, bereits verplantes oder Basics. Also nichts was mir ein Loch ins Gewissen brennt. Gleichzeitig habe ich das Gefühl sehr viele Stoffreste und solche Stoffe für die ich keine Idee hatte verarbeitet zu haben. Meist kleinere Mengen, die ich dann nicht in die Bilanz eingetragen habe, also kann der Schein durchaus etwas trügen. Trotzdem bleibe ich dran und versuche weiterhin mit Verstand einzukaufen und vorhandenes zuerst zu verwenden. Nächstes Jahr soll die Bilanz wieder besser aussehen!

Fotos

Fotos
Viele Bilder die ich in 2016 gebloggt habe waren aus den Jahren davor. Aktuelle Fotos gab es (von Instagram-Beiträgen abgesehen) 4 mal: Die Serie mit dem Affen, der Mond im März, Urlaub mit Kranichen und Nebel an der Alster. Gerade das gezielte Erdenken und Umsetzen der Affenserie hat enorm Spaß gemacht und die Bilder gefallen mir immer noch sehr gut.
Seit Anfang 2016 begleitet mich auch mein aktuelles Smartphone. Das erste, das relativ gute Fotos zu Stande bringt. Vorher habe ich der Kamera im Telefon nie viel Aufmerksamkeit geschenkt, weil die Bilder sowieso immer matschig, trüb und unscharf wurden. Aber inzwischen habe ich Spaß daran gefunden. Mit dem Smartphone fotografiere ich lockerer, schneller, ohne groß nachzudenken. Ich experimentiere mehr, und weil ich das Telefon sowieso immer dabei habe, fotografiere ich auch Orte, an die ich eine „richtige“ Kamera nicht mitgenommen hätte. Das ist eine tolle Alternative zur klassischen Art der Fotografie und ich habe das Gefühl, dass ich gerade erst anfange, zu entdecken welche Möglichkeiten in dem kleinen Gerät stecken.

Fotos

Vorsätze und Pläne
Vorsätze möchte ich sie eigentlich nicht nennen, meine Ideen und Pläne fürs Jahr. Es sind zu viele um sie wirklich alle konsequent umzusetzen, das ist mir bewusst. Aber eine Vielfalt an Optionen zu haben ist auch nicht verkehrt. Grob vorgenommen habe ich mir…

  • Schreiben – Tagebuch führe ich schon lange, aber zwischendurch phasenweise sehr unregelmäßig. Das wieder zu einer Gewohnheit zu machen wäre toll, weil es Erinnerungsarchiv und Therapie in einem ist.
  • Lesen – Neben meinem Bett stapeln sich neun Bücher. Einige bereits angefangen, manche sogar fast ausgelesen. Die alle bis Jahresende gelesen zu haben ist das Ziel.
  • Zeichnen – Das hatte ich mir letztes Jahr schon vorgenommen, bin aber zu ehrgeizig an die Sache ran gegangen und stand mir mit meinen Ansprüchen selbst im Weg. Deswegen für dieses Jahr: Weniger ambitioniert, mehr spielerisch!
  • Fotografieren – Ich habe Ideen für zwei konkrete Fotoserien, die ich beide gerne in diesem Jahr umsetzen würde.
  • Nähen – Vier Projekte sind bereits geplant, so richtig mit Stoff und Schnitt. Da kann es direkt los gehen. Dazu kommt wie immer ein ganzer Haufen grober Ideen. Ich freu mich drauf! :)

Fazit?
Ich habe weniger gebloggt, weniger genäht und auch weniger fotografiert als sonst, was ich aber nicht als Versäumnis betrachten möchte. Manchmal fehlt mir einfach die kreative Energie oder das Mitteilungsbedürfnis. Mein Skizzenbuch ist trotzdem voll mit guten (und fragwürdigen) Ideen. Solange mir die nicht ausgehen, mache ich mir keine Sorgen.
Ich würde gerne schreiben, dass ich für das Jahr 2017 einen schönen griffigen Plan habe, ein Thema unter das ich meine Projekte stellen möchte oder ein vergleichbares Ziel, das sich in einer hübschen Liste präsentieren lässt. Ist aber nicht so. Ich will Sachen nähen die ich liebe und trage, und das so gut ich kann. Ich will Ideen entwickeln und umsetzen, sei es mit Farbe, Kamera oder Rechner. Ich will dazulernen, ausprobieren, entdecken. Ich will ehrlicher sein mit meinen Ergebnissen und gleichzeitig weniger streng. Ich will das tun was mir Spaß macht und Spaß haben an und mit dem was ich mache. Und das ist doch der beste Plan den man haben kann. :)

Ein Kommentar

  1. Ich finde deinen Plan ehrlich gesagt ziemlich großartig. Offen sein für das, was passiert und jetzt noch nicht planbar ist – und dabei Spaß haben. Für mich klingt das nach einem guten Rezept, um nicht am Ende des Jahres frustriert auf das Erreichte zu gucken, das sich in das Raster einpassen ließ und alle anderen Errungenschaften und Umstände dabei streng auszublenden.

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.