Kilt is a Four-Letter-Word

Wie neulich schon erwähnt, habe ich noch einen Rock in Planung. Und zwar für meinen Mann, haha. Einen einfachen schwarzen Kilt. Die Betonung liegt hier auf einfach. Ich habe ihm schon mal einen Kilt genäht, bei dem ich so gut ich konnte auf historische Korrektheit geachtet habe. Das war ein tolles Projekt, ich habe dabei viel gelernt und er hält den Kilt auch in Ehren und trägt ihn regelmäßig. Allerdings ist das gute Stück ziemlich schwer und warm, einfach weil so viel Stoff darin steckt (knapp 4 Meter… weiß selber gar nicht mehr wie ich das alles untergebracht habe ;)). Und es ist umständlich es zu waschen, weil die Falten jedes Mal wieder nachgebügelt werden müssen.

Diesmal soll es also weniger aufwändig zu nähen sein, etwas pflegeleichter und luftiger. Ich habe nur 2m Stoff gekauft, das reduziert sowohl die Faltenanzahl (und damit den Arbeitsaufwand) als auch -Tiefe (und Gewicht) von vornherein. Wenn man pingelig ist, ist das dann nur noch ein Faltenrock und kein Kilt, aber damit kann ich leben (sagts nur meinem Mann nicht ;)).

Die Zylonen haben einen Plan

Als erstes habe ich die 2m Stoff parallel zur Webkante mittig geteilt und diese beiden Stücke zu einer Bahn von 4m Länge und etwa 75cm Breite zusammengesetzt (später dann noch auf 65cm gekürzt).
Dann habe ich die ganze Bahn auf einer Seite mit einem Blindsaum (mit der Maschine) gesäumt. Das ist ein wenig eine Reminiszenz an die „echten“ Kilts, die normalerweise keinen Saum haben (sondern die Webkante als Abschluss verwenden). Außerdem ist der Blindsaum sehr dünn, weil der Stoff nur ein Mal eingeschlagen wird. Dadurch stört er die Falten nicht so wie ein klassischer Saum.

Saum

Ganz perfekt ist er nicht geworden, eine Nadel habe ich dabei auch zerstört, aber so habe ich immerhin mal den Blindsaumfuß meiner Nähmaschine ausprobiert :)

Saum

Und dann geht es wieder los mit der Faltenlegerei. Meine besten Freunde dabei: Das lange Metalllineal und das Kreiderädchen. Dieses typische *krrrrk*-Geräusch verfolgt mich in meinen Träumen ;) Für „normale“ Schnitte finde ich das Rädchen eher unpraktisch, weil man nicht gut um Rundungen zeichnen kann. Aber für Geraden ist es klasse.

Das macht Falten

Abmessen, Anzeichnen, Falten, Stecken. Diese super Arbeit habe ich dann gleich zwei Mal gemacht, nachdem beim ersten Mal die Falten durch eine ein- und mitgeschleppte Ungenauigkeit schief geworden sind. Juhu. Dann habe ich festgestellt, dass ich mich verrechnet habe und die Naht, die die beiden Teile verbindet nicht genau in einem inneren Faltenknick zu liegen kommt (und somit komplett verdeckt wird) sondern genau auf der äußeren Faltenkante sitzen wird. Na das geht ja mal gar nicht. Aber ich glaube ich kann das noch eben korrigieren; etwas Mehrlänge ist noch, die ich dafür opfern kann. Muss ich aber erst noch Mal ganz genau nachmessen und -rechnen. ;)

5 Gedanken zu „Kilt is a Four-Letter-Word

  1. Der Faltenrock ;-) wird sicher toll. Eigentlich will ich mich hier aber vorallem für die Dokumentation vom vorherigen Kilt bedanken. Die hat mir sehr geholfen, als ich einen Kilt für einen guten Freund genäht habe!!!

  2. Ach Red, natürlich ist es ein Kilt, denn ein Kilt ist nur ein Faltenrock – sagt auch mein Mann. Also freu Dich dass Natron sich die Mühe macht. *hug

    Großartiges Projekt. Ich kann mich noch an die Fotoserie erinnern die ich von der Innenseite eines Kilts vom Gatten gemacht habe *zwinker

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